#1300 Charlie's Angels (2019)

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Kasi Mir
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#1300 Charlie's Angels (2019)

Beitrag von Kasi Mir »


Dieser Film hatte viel mit dem Werk der Vorwoche gemein - okay, vielleicht nicht soooo viel 8-), aber auch diese dritte Kinoversion von "Charlie's Angels" war die zweite Regiearbeit eines Stars, der hauptsächlich für Schauspielerei bekannt ist. In diesem Fall war es Elizabeth Banks, die den Ball von McG nach 16 Jahren wieder aufnahm und diesmal auch gleich da Drehbuch verfaßte und eine der diversen Bosley-Rollen des Films übernahm. Die - zunächst nur zwei - Engel für Charlie wurden von einer relativ unbekannten britischen Schauspielerin Ella Ballinska und der ungleich bekannteren Kristen Stewart, die damit zum sechsten Mal in der Sneak zu sehen war (obwohl ihr Auftritt in "Jumper" (Sneak #0691) nur Sekunden dauerte).

Hier ist der Trailer zur 2019er-Version "Charlie's Angels":



Wie hat Euch der Film gefallen, der - wie "A Most Wanted Man" aus der Trailershow - unsere Hansestadt (neben anderen) als Kulisse verwendet hat? Wie gefielen Euch die neuen "Engel" - zu denen auch Naomi Scott als Programmiererin Elena gezählt werden sollte? Wie fandet Ihr die Handlung, die uns von Hamburg, nach Berlin, Istanbul und schließlich Chamonix führte? Schreibt Eure Gedanken zu dem Film einfach als Antwort auf diesen Beitrag ins Forum.

cantarina
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Re: #1300 Charlie's Angels (2019)

Beitrag von cantarina »

Wie ich diesen Film fand? Super! Genau das richtige für diese Vorweihnachtszeit mit ohne Schnee! Ein Mädchen- oder Frauenfilm, an dem ich trotz geringer schauspielerischer Leistungen Gefallen fand. Action!!! Und unglaubwürdige Martial Arts und anderer Pseudowrestlingkram störten mich kaum, dafür hatte ja Elisabeth Banks die meisten Fäden in der Hand... Die drei neuen Engel waren halt jung und hübsch und biegsam. Mich hätte ja sehr eine Fortsetzung mit Cameron Diaz und ihren beiden Kolleginnen Lucy Liu und der dritten im Bunde interessiert. Waren deren Gagenforderungen evtl. Zu hoch? Man weiß es nicht. Die Story ging so. Schön war der Hamburg-Teil.

Meine Note: 2+

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Roughale
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Re: #1300 Charlie's Angels (2019)

Beitrag von Roughale »

Na, da halte ich mal dagegen, denn für mich war das ein Totalausfall, alles schlecht, sogar Patrick Stewart!

Hier mal eine Liste der vielen negativen Aspekte:

- Mieseste Actionchoreografien, die zeigten, dass all Trullas keine Actionszenen stemmen können. Die Handlung war so abwegig wie uninteressant.

- Das Städte zeigen richtig peinlich, Hamburg ging ja noch, aber eines der wohl bedeutendsten Gebäude der Stadt zweckzuentfremden - OMG für dumme Amis vielleicht akzeptabel. Berlin war fast noch schlimmer, die kurze Rundfahrt war wirklich anhand von Postkarten gestrickt und hätte mit etwas Ahnung noch einigermassen geografisch stimmiger hinbekommen können, aber wollte man das? Eher nicht.

- Schauspiel scheiterte sogar bei Patrick Stewart der lustlos wirkte, wahrscheinlich hatte er das Ergebnis schnell erahnt...

- Die Handlung war extrem übertrieben und dazu noch ziemlich langweilig.

- Der Killer hat einen Gesichtsausdruck, den hatte er schon im neuen Törminaytorr und da war er auch mies - also der Gesichtsausdruck - das Grauen bleib mir zum Glück erspart!

- Die Musik... Man sollte Firmen wie Columbia und Sony das Filmemachen verbieten, weil sie allzuoft das Medium misbrauchen um es als Werbeplattform für Musik zu machen, meist unpassend und mesit auch absoluter Rotz an akustischer Umweltverschmutzung.

Reicht das? Mir schon lange - aber noch was Gutes: Kirsten Stewart kann Fratzen schneiden - yeah!

Eine glatte 6.

PS: Ich bin auf Kasis Begründung zur angeteasten 3 gespannt :mrgreen:
Peace, Roughale (aka Roughoul or AROHYOUGEEAGEAYELEE)

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Kasi Mir
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Re: #1300 Charlie's Angels (2019)

Beitrag von Kasi Mir »

Na, dann will ich Roughale natürlich nicht enttäuschen - wobei, "angeteasert" nicht ganz vollständig ist, denn ich hatte die "Drei" nicht nur ihm gegenüber angekündigt, sie steht auch bereits seit kurz nach Mitternacht am Dienstag auf dieser Website - also Stunden vor obigem Post.

Und ich meine das tatsächlich ernst: für mich war die 2019er-Ausgabe von "Charlie's Angels" ein mittelmäßiger Film. Nicht mehr, aber aben auch nicht weniger. Niemand hat etwas verpaßt, wenn er den Film nicht gesehen hat, aber ich fand ihn z.B. besser als beide vorherigen "Angels"-Filme (im Vergleich zum ersten Teil von 2000 aber nur sehr knapp), und ich habe mich die meiste Zeit über nicht gelangweilt. Die Comedy-Elemente in diesem Film funktionierten für mich größtenteils und waren weit weniger überzogen und theatralisch als in den Filmen mit Barrymore, Liu und Diaz. Die Actionszenen waren etwas lang geraten und wie heute leider viel zu oft total hektisch geschnitten, aber schlimmer als z.B. in den Brosnan-"Bonds", in den "Fast & Furious"-Filmen oder bei den "Bad Boys" war es meiner Ansicht nach nicht; sie waren - bis auf die Sequenz vor den Toren von Istanbul - auch nicht endlos lang, und die "Angels" hatten meiner Ansicht nach jeweils genug individuelle Probleme, um sie Szenen nicht völlig unrealistisch wirken zu lassen. Sie setzen natürlich voraus, daß die Gegner nicht koordiniert angreifen und mieserable Schützen sind - aber das kennen wir ja von anderen Actionkomödien, z.B. "Stuber" vor ein paar Monaten.

Meiner Ansicht nach hätte man aus dieser Version von "Charlie's Angels" sogar einen guten Film machen können, wenn Frau Banks und ihr Co-Autor die Rahmenhandlung nicht von vornherein als Nebensache betrachtet und eine etwas cleverere Geschichte gebastelt hätten, statt eine 08/15-Schnitzeljagd nach einem McGuffin zu veranstalten und logistische Probleme mit Technobabble zu lösen. Auch die "Wendungen" des Films sind alle total vorhersehbar und sorgen für wenig Spannung.

Die Elbphilharmonie als High-Tech-Firmenzentrale umzuinterpretieren ist auch nicht ungewöhnlich - für Einwohner der Stadt natürlich kurios, aber sonst fällt das nicht groß auf, und der Film wollte offenbar ein ausgefallenes Gebäude als Eyecatcher haben. Mission accomplished, würde ich sagen 8-) ; jedenfalls machen die Produzenten der Bond-Filme das seit Jahrzehnten ganz genauso.

Last but not least noch eine Anmerkung zu den Hauptdarstellerinnen: ich fand die allesamt in Ordnung; niemand hat da jetzt eine oscarreife Performance abgegeben, aber mir ist auch keine der drei Damen negativ aufgefallen. Ich war im Gegenteil sogar positiv überrascht, daß Kristen Stewart auch Komödiantisches spielen kann; bisher waren ihre Rollen selbst in Komödien wie "Adventureland" eher zurückhaltend-ernst und nicht so flippig wie hier. Aber das hat ja selbst Roughale positiv vermerkt. :-)

Lange Rede, kurzer Sinn: "Charlie's Angels" (2019) war für mich ein netter, wenn auch nicht besonders origineller Film für Zwischendurch - den kann man gut einmal schauen, muß man aber nicht. Das ist für mich die Definition von einer "Drei."

Zum Abschluß noch eine Rückfrage an Dich Roughale - kannst du mir erklären, wo für Dich die Unterschiede zwischen den "Angels" und dem Vorjahres-Sneakfilm "The Spy Who Dumped Me" liegen, die Dich in einem Fall zu einer "Sechs" und in dem anderen zu einer "sehr guten 2 plus" als Endnote gebracht haben. Für mich waren die Filme sowohl von der Rahmenhandlung, als auch in deren Herangehensweise, was Plot, Action-Choreographie und Comedy betraf, sowie von der Tonart der Darstellung praktisch gleich gestrickt. Bei mir beide Filme deswegen die gleiche Note bekommen, weswegen mich besonders interessieren würde, wo für dich da die Unterschiede lagen.

Gruß
Kasi Mir

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