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#1279 Love after Love

Verfasst: 2019-07-22 23:31
von Kasi Mir

Die Geschichte von "Love after Love" reicht über ein Jahrzehnt zurück; 2008 begann der damals noch recht ziellose Russell Harbaugh kurz nach dem Tod seines Vaters ein Filmstudium; als er 2010 eine Idee für einen Abschlußfilm suchte, kondensierte er seine persönlichen Erfahrungen mit Tod, Trauer und dem Weiterleben der Hinterbliebenen in "Rolling on the Floor Laughing", einer Kurzgeschichte über zwei Brüder, die anläßlich des Geburtstags der Mutter herausfinden, daß diese eine neue Beziehung eingegangen ist. Der Kurzfilm wurde auch auf dem Sundance-Filmfestival gezeigt und brachte das Sundance Institute dazu, Harbaugh das Angebot zu machen, einen Spielfilm zu finanzieren. Daraus wurde schließlich, nach fast vier Jahren Arbeit an dem Drehbuch - zusammen mit seinem ehemaligen Uni-Betreuer Eric Mendelsohn - der Film "Love after Love", der die Grundidee von "Rolling on the Floor Laughing" ausbaute und in einzelnen, nicht direkt miteinander verbundenen Episoden davon erzählt, wie Mutter und Söhne mit dem Tod des Familienoberhaupts umgehen.

Als Trailer sieht das so aus:


Mich persönlich haben die ersten 20 Minuten
Spoiler:
bis zum Tod des Vaters
durchaus etwas tangiert - das mag aber auch daran liegen, daß sich heute der Todestag meiner Mutter jährte. Da ja so einige den Saal vorzeitig verlassen haben, wäre es auch interessant zu erfahren, warum sie den Film nicht Zu Ende schauen wollten. Ansonsten stellen sich hier natürlich die üblichen Fragen: wie hat Euch der Film gefallen? Wie fandet ihr die Hauptdarsteller, insbesondere Andie MacDowell und Chis O'Dowd (James Adomian als zweiter Sohn Chris wirkte auf mich fast wie eine Nebenfigur, so selten wie sich der Film auf ihn konzentrierte)? Wie fandet ihr die etwas bruchstückhafte Erzählweise, die immer wieder ohne einfache Erkennungsmerkmale "vorspulte" und dem Zuschauer das Füllen der Lücken überließ? Und wie fandet Ihr den Soundtrack? Schreibt Eure Gedanken zu "Love after Love" einfach als Antwort auf diesen Beitrag ins Forum.

Re: #1279 Love after Love

Verfasst: 2019-07-23 8:20
von rou
Warum ich gegangen bin? Ich fand den Film unerträglich. Merkwürdige Schnitte und Einstellungen, abgehackte Szenen, keine erkennbaren Zusammenhänge... einige nennen es Kunst, für mich kann das weg.

Das Thema mag interessant gewesen sein, besonders, wenn man persönlich schon ähnliches erlebt hat. Aber bei mir kam es gar nicht erst an, weil mir das alles zu wirr dargestellt war.

Re: #1279 Love after Love

Verfasst: 2019-07-23 9:52
von Roughale
Ich suche immer noch nach dem Sinn des Films, hoffentlich hat der Regisseur seine Suche nach einem anderen Job schon abgeschlossen... Eine gutmütige 4- wegen des Stand-Ups gegen Ende...

Re: #1279 Love after Love

Verfasst: 2019-07-23 10:09
von Kasi Mir
Roughale hat geschrieben:hoffentlich hat der Regisseur seine Suche nach einem anderen Job schon abgeschlossen...
Nun, er hatte zumindest während der Arbeiten an "Love after Love" andere Jobs, da das Geld von Sundance ihn natürlich nicht jahrelang alimentieren konnte (und sollte):
"I waited tables for four years while I was writing it."
Da er bei Indie-Festivals mit "Love after Love" durchaus Erfolge feiern konnte - und er auch schon für das Drehbuch zu "The Mend", an dem er mitgeschrieben hatte (bei dem Film hat sein "Love after Love"-Cutter John Margary Regie geführt), einen Preis bekommen hatte - gehe ich mal davon aus, daß er weiterhin Filme drehen wird/will. Ob er nochmal so ein narratives Puzzle drehen wird, bleibt abzuwarten. Ich hoffe jedenfalls, er sucht sich einen anderen Soundtrack-Komponisten. :twisted:

Gruß
Kasi Mir

Re: #1279 Love after Love

Verfasst: 2019-07-23 12:45
von waldorf
Ob er nochmal so ein narratives Puzzle drehen wird, ...
Puzzle impliziert daß die Teile am Ende irgendwie zusammenpassen. Aber die Filmschnipsel waren so sinnfrei zusammengeklebt daß ich kein Interesse mehr hatte.

Re: #1279 Love after Love

Verfasst: 2019-07-23 12:53
von Kasi Mir
waldorf hat geschrieben:
Ob er nochmal so ein narratives Puzzle drehen wird, ...
Puzzle impliziert daß die Teile am Ende irgendwie zusammenpassen.
Vielleicht hätte ich "Puzzle mit fehlenden Teilen" schreiben sollen ... 8)