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 Betreff des Beitrags: #966 The East (2013)
BeitragVerfasst: 2013-07-08 23:56 
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mySneak.de Team
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Nach den Albernheiten der Vorwoche nun ein durch und durch ernsthafter Film √ľber eine Gruppe von √Ėko-Aktivisten/Terroristen und eine Agentin einer privaten Spionagefirma, die sich Undercover dort einschleusen l√§√üt. Hauptdarstellerin Brit Marling ist vor zwei Jahren √ľber Nacht zu einem Darling der Indie-Szene geworden, als sie beim Sundance Festival mit "Another Earth" und "The Sound of my Voice" gleich zwei Filme pr√§sentieren konnte, an denen sie selbst mitgeschrieben hat - beide √ľbrigens mit leichtem Sci-Fi-Einschlag.

Auch bei "The East" hat sie, zusammen mit Regisseur Zal Batmanglij, wieder das Drehbuch verfa√üt; am Ende des Films gab es durchaus Applaus im Saal. Trotzdem interessiert mich nat√ľrlich brennend, wie Ihr den Film denn nun genau gefunden habt, und damit ich nicht Hiller Brood beauftragen mu√ü, w√§re es nett, wenn Ihr Eure Anmerkungen einfach als Antwort auf diesen Beitrag verfa√üt. 8-)

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 Betreff des Beitrags: Re: #966 The East (2013)
BeitragVerfasst: 2013-07-09 8:01 
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Mistress of Ceremonies
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Mir hat die Botschaft des Films gestern sehr sehr gut gefallen. Das Ende hat genau das Problem aufgezeigt, das ich mit WikiLeaks im Allgemeinen und Herrn Assange im Speziellen habe. Jetzt muss ich nur noch eine Zeitmaschine finden, mit der ich zur M√ľnchner OV Sneak vom letzten Freitag reisen kann, um mir die dazu passende Doku "We Steal Secrets: The Story of WikiLeaks" anzusehen.

_________________
Die L. emma
You can't not communicate

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 Betreff des Beitrags: Re: #966 The East (2013)
BeitragVerfasst: 2013-07-09 8:23 
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Master of Ceremonies
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Das sehe ich im Prinzip genauso wie Emma: Die Grundaussage des Films war sehr gut und gut erz√§hlt, allerdings hat mir deie letzte halbe Stunde nicht mehr ganz so gut gefallen, weil sich mit der Romanze ein Klischee andeutete, das zwar dann nicht eingehalten wurde, aber trotzdem dadurch das Ende relativ offen und unzufriedenstellend daherkam. Das ist ganz komisch zu beschreiben, denn auch wenn das angestossenen Klischee ein Kopfsch√ľtteln in Erwartung eines Happy Endings ausl√∂ste und ich ganz stark BITTE NICHT! dachte, so hat die Romanze eine Grundstimmung aufgebaut, die mir dann irgendwie das Ende vermiest hat - macht draus, was ihr wollt ;)

Gut war er allemal und daf√ľr gab es in der Schule immer eine 2 - so soll es geschehen: 2.

_________________
Peace, Roughale (aka Roughoul or AROHYOUGEEAGEAYELEE)

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 Betreff des Beitrags: Re: #966 The East (2013)
BeitragVerfasst: 2013-07-10 21:50 
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mySneak.de Team
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Hallo allerseits,
emma hat geschrieben:
Jetzt muss ich nur noch eine Zeitmaschine finden, mit der ich zur M√ľnchner OV Sneak vom letzten Freitag reisen kann, um mir die dazu passende Doku "We Steal Secrets: The Story of WikiLeaks" anzusehen.

emma, Reisen zur√ľck in der Zeit sind wesentlich komplizierter als Reisen ins "Studio"-Kino, das den Film in dieser Woche ganz normal (und zweimal sogar in OV) zeigt. 8-)

Im pbrigen kann ich mich meinen Vorrednern im Wesentlichen anschlie√üen; "The East" ist ein zuweilen intensives Charakterdrama, das trotz der nicht so neuen Geschichte (Agenten, die sich im Laufe der Arbeit mit ihren Beobachtungsobjekten zu identifizieren und ihre eigenen Einstellunen zu hinterfragen beginnen, gab es ja schon h√§ufiger auf der Leinwand) frisch und unverbraucht wirkt und dessen St√§rke tats√§chlich die Charakterzeichnung ist. Dabei macht es der Film √ľber weite Strecken sich und den Zuschauern nicht einfach, seine pers√∂nlichen Sympathien zu positionieren, da alle Beteiligten kritisch beleuchtet werden. Leider wird dieser gute Eindruck durch den Schlu√ü doch etwas verw√§ssert, so da√ü ich am Ende eine 2- vergebe.

Das von Regisseur Zal Batmanglij und der Hauptdarstellerin Brit Marling verfa√üte Drehbuch l√§√üt sich erfreulicher zun√§chst einmal Zeit, die Schwierigkeiten, zu einer Aktivistengruppe wie "The East" √ľberhaupt erst einmal Kontakt aufzubauen.
Spoiler:
Daß der Kontakt dann mehr ein Zufallsprodukt ist, spiegelt die Realität verdeckter Ermittlungstätigkeit IMHO auch deutlich realistischer wieder als andere Filme in diesem Themenkreis.

Der Hauptteil des Films zeigt dann die Agentin Sarah, wie sie in der Gruppe aufgenommen und nach und nach mehr eingebunden wird. Dabei zeigt sich, da√ü "The East" kein homogene Gruppe oder eine Sekte ist (auch wenn einige der Rituale etwas esoterisch daherkommen), sondern die Mitglieder durchaus divergierende Motivationen und Ansichten √ľber die "Jams" haben, die die √∂ffentlichkeitswirksamen Aktionen der Gruppe darstellen und im Wesentlichen aus Racheaktionen an Verantwortungstr√§gern von Gro√ükonzernen bestehen, die f√ľr Profit Menschenleben auf Spiel setzen. Sarah ist hin- und hergerissen zwischen erkennbarer Abneigung f√ľr die kalte, menschenverachtende Art, mit der die Gro√ükonzerne (und auch ihre eigene Firma) zumindest bildlich √ľber Leichen gehen, und schweren moralischen Bedenken ob des Modus Operandi der Gruppe, die im Kern B√∂ses mit B√∂sem vergelten will. Da√ü ihre Beziehungen zu den Aktivisten nach und nach immer enger und pers√∂nlicher werden, macht Ihr Dilemma nur noch deutlicher. Man wird hier angeregt dar√ľber nachzudenken, wie man selbst an ihrer Stelle entscheiden w√ľrde, w√§hrend der Film immer deutlicher und dr√§ngender auf den unausweichlichen Punkt zul√§uft, an dem Sarah sich grunds√§tzlich entscheiden mu√ü.

Leider kann der Film diese Dichte am Schlu√ü nicht mehr v√∂llig durchhalten; w√§hrend ich Sarahs Entscheidung durchaus nachvollziehen kann, so finde ich die bereits in den Abspann hineingestreuten Handlungsfragmente, die diesen Weg quasi best√§tigen und als richtig untermauern, irgendwie unpassend, einfach zu simpel. Ich halte die Problemlosigkeit, mit der Sarah ihren Plan letztlich umsetzt, f√ľr wenig realistisch und h√§tte mir hier ein offeneres Ende gew√ľnscht. Daneben gibt es noch kleinere Ungereimtheiten bei den technischen Aspekten der "Jams", bei denen die Aktivisten meist deutlich erkennbar auftrete oder sogar pers√∂nlich bekannt sind, so da√ü die Gruppe eigentlich auch ohne verdeckte Ermittlung relativ schnell zu identifizieren und auszusp√ľren sein m√ľ√üte. Die St√§rken von "The East" liegen aber eher in der Ausarbeitung und Darstellung realistischer Figuren, was umso besser gelingt. Daher kann ich den Film bedenkenlos zur Ansicht empfehlen - zumindest f√ľr Leute, die auch mit etwas ruhigerem als "Man of Steel" zurechtkommen. ;-)

Gruß
Kasi Mir

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