home of the mönckebergSneak™

celebrating 22 years of film sneakery!

fanpage der traditionellen englischsprachigen sneak preview in hamburg

immer montags um 20:30 Uhr im passage-kino an der mönckebergstraße

Sneak Cinema
[Passage-Kino]
Sneak VOTE
Wie bewertet Ihr #1183 "The Glass Castle"?
1 sehr gut
2 gut
3 nett
4 mäßig
5 schwach
6 schlecht


Ergebnis anzeigen
Version 2.08
OV in HH

21. - 27. September

Savoy
"Kingsman: The Golden Circle"
Fr 13:30
Mi 14:30
Mo 17:15
Do, So, Mi 17:30
Sa 19:15
Fr 19:30
Di 20:30
Do, So 20:45
Sa 22:30

Savoy
"The Circle" (2017)
So 12:00
Sa 13:30
Mo 14:30
Do 14:45
Di 15:00
Fr 16:45

Savoy
[70mm] "Dunkirk"
So 14:45

CinemaxX Dammtor
"Kingsman: The Golden Circle"
So 17:15
Do 20:00
Do 22:45

CinemaxX Dammtor
"The Circle" (2017)
So 19:30

UCI Mundsburg
"Kingsman: The Golden Circle"
So 20:00

Studio-Kino
"The Glass Castle" (OmU)
Sa, So 15:15
Do, Fr 17:30
So-Mi 20:30

Studio-Kino
"Logan Lucky" (OmU)
Do, Fr 17:30
So-Mi 21:00
Do 22:30

Abaton
"mother!" (OmU)
Do-Mi 21:45

Abaton
"Logan Lucky" (OmU)
Sa 17:00
Mi 17:15
Fr, Sa, Mo, Mi 19:15
So 20:15
Do 21:15
Di 21:30
Fr, Sa 22:15
Mo 22:30
So 22:45

Abaton
"Walk With Me" (OmU)
Sa 13:00
Do 16:50
Fr, Di 17:00

Abaton
"My Cousin Rachel" (OmU)
Mo 17:00

Abaton
"An Inconvenient Sequel: Truth to Power" (OmU)
Sa 10:50

Abaton
"David Lynch - The Art Life" (OmU)
So 22:45

Abaton
"Tulip Fever" (OmU)
Mi 12:30

Abaton
"The Party" (2017; OmU)
Di 15:00

Abaton
"Baby Driver" (OmU)
Mi 22:15

Zeise
"The Glass Castle" (OmU)
Di 17:00
Di 19:45

Zeise
"Logan Lucky" (OmU)
Di 18:30
Di 22:30

Zeise
"David Lynch - The Art Life" (OmU)
So 11:00

A Tale of Three Cinemas

eine kurze Geschichte der OF-Sneak in Hamburg

 

Die "traditionelle englischsprachige Sneak Preview in Hamburg", um die es auf dieser Website geht, existierte bereits lange vor dem Umzug ins schöne Streits-Filmtheater; sie dürfte zu den am längsten laufenden OV-Previews in Deutschland gehören. Und das paßt auch ganz gut, denn ihre Mutter war eine der ältesten Sneaks in Deutschland überhaupt.

Bescheidene Anfänge

Die Gesichte der Hamburger OF-Sneak beginnt im Oktober 1994, als die damals noch große UFA-Theater AG die Idee hatte, zu der von Martin Molgedey bereits Ende der Achtziger Jahre im Grindel etablierten Sneakpreview einen Ableger im City-Kino zu gründen. Das City war zu dieser Zeit recht frisch renoviert worden und hatte sich in seinem Kinoprogramm den englischen Originalfassungen verschrieben. Da war es nur konsequent, die dortige Sneak Preview ebenfalls ausschließlich in englischer Sprache zu bestücken. Zunächst fand die Sneak immer Donnerstags um 23 Uhr statt; meist lief dort der Film, der am Vortag in Deutsch im Grindel gezeigt wurde. Ab Anfang 1995 lief die City-Sneak dann zeitgleich mit der Grindel-Mutter Mittwochs um 23 Uhr. Allerdings wollte sich der Erfolg zunächst nicht einstellen, die Sneak hatte meistens nur ein oder zwei Dutzend Besucher. So stand die City-Sneak im Sommer 1995 bereits kurz vor dem Ende ...

Erfolgreicher Aktionismus

... eine deutliche Besuchersteigerung war dringend nötig. Da kam City-Theaterleiter Hansen auf die Idee, die Veranstaltung mit besonderen Aktionen interessanter zu machen. Die 'Raubtierfütterung' - also ins Publikum geworfene Snacks und Süßigkeiten - hatte sich schon das Grindel einfallen lassen, das City ging noch einen Schritt weiter: Die später legendären City-Mitarbeiter Malte und Eddie schenkten anläßlich des Filmes ("Don Juan de Marco" mit Johnny Depp) jedem weiblichen Besucher eine Rose. Damit war eine erste Tradition etabliert, die Geschenke fürs Publikum enthielten immer einen kleinen Hinweis auf den Hauptfilm des Abends - und seien es auch nur Bierdosen anläßlich von "Sudden Death" in Sneak #73, versehen mit der Bemerkung "Ihr werdet's brauchen".

Diese Aktionen sprachen sich ganz offensichtlich schnell herum - denn bald waren die leeren Sneak Previews Geschichte, und das Publikum kam in Scharen. Bei meiner ersten Sneak (#42 "Bye Bye Love" im August 1995) waren bereits etwa 300 Gäste anwesend, und ab Ende des Jahres waren eher volle denn leere Säle die Regel.

Die Malte & Eddie Show

Damit begann eine erste Hochphase der City-Sneak, die von Eddie und Malte durch immer weitere Einfälle untersützt wurde. So wurde Jackie Chan, noch bevor sein Film "Rumble in the Bronx" in der Sneak #99 dann tatsächlich zu sehen war, zu so etwas wie dem Schutzpatron der Veranstaltung; der aberwitzige Trailer war monatelang Dauergast im Vorprogramm. Später wanderte er dann ausschnittweise ans Ende der Trailershow, wo die Frage "Ist alles klar?" bis heute das laut herausgeschriene "Nein!" des Publikums evoziert. Damals fast ebenso beliebt, heute aber fast völlig vergessen war der Trailer zum "Flipper"-Remake mit Paul Hogan und Elijah Wood, der wegen seiner albernen Anspielung auf den "weißen Hai" für viel Erheiterung beim Publikum sorgte.

Auch wurden erste Experimente mit dem Vorprogramm - das bis zu dieser Zeit ausschließlich aus Trailern für noch nicht angelaufene Filme bestand - gemacht: so wurden Trailer auf den Kopf gestellt und rückwärts abgespielt, bei der Sneak #84 wurden vor "Primal Fear" immer abwechselnd "Rumble in the Bronx" und "Flipper" gespielt. Mit Sneak #91 ("The Quest" war damals der wenig brauchbare Hauptfilm) schließlich kamen die Trailerklassiker (also Trailer zu älteren, bereits angelaufenen) Filmen ins Programm. Auch sonst ließen sich Malte und Eddie immer etwas einfallen, um für Stimmung beim Publikum zu sorgen, ganz gleich, ob der Film großartig (z.B. "Toy Story" oder "12 Monkeys") oder großer Mist (z.B. "Waterworld" oder "Never Talk to Strangers") war.

Höhepunkt dieser Zeit war dann "Jackie Chan's Flipper Fan Club", ein kurioser Sneak-Fanclub (und Rabattkarte für Sonderpreviews, auch wenn das nur selten tatsächlich umgesetzt werden konnte), für den man einen Fragebogen mit Sneakfragen beantworten mußte. Exklusiv für die Clubmitglieder wurde dann sogar einmal "Flipper" gratis aufgeführt - allerdings sollen wohl nicht allzuviele Clubmitglieder diese Chance wahrgenommen haben. Die Leidensfähigkeit selbst eingefleischter Sneaker hatte also Grenzen... :-)

Umbrüche und Zwischenzeiten

Bis ins Jahr 1998 hinein lief die Sneak dann nahezu unverändert und sehr erfolgreich weiter und wurde von Malte (bis 1997) und Eddie organisiert und präsentiert. In dieser Zeit gab es auch die ersten Sneak-Geburtstage, bei denen gleich zwei Filme gezeigt wurden (damit die Veranstaltung nicht bis in den frühen Morgen lief, wurde extra die Abendaufführung im Saal 1 gestrichen und schon um 21 Uhr mit der Sneak begonnen). 1995 waren dies die Thriller "Dolores Claiborne" und "Se7ven", 1996 die etwas deutlicher differierenden "Nutty Professor" und "Last Man Standing". 1997 gab es statt der Geburtstagsveranstaltung eine ganze Woche voller angekündigter Previews mit Filmen wie "A Life Less Ordinary" oder "The Frighteners".

Doch alles schöne hat einmal ein Ende, und das kam plötzlich: irgendwann war Eddie einfach nicht mehr da. Es gab damals wohl Streit zwischen den Betreibern des Kinos (der UFA-Theater AG) und Eddie, und die UFA saß am längeren Hebel. Die unmittelbare Folge waren sehr durchwachsene Monate, was das Vorprogramm der Sneak anging: die Trailerklassiker verschwanden zunächst, dann wurde wochenlang die gleiche Trailerrolle gespielt, ein paarmal gab es keine Moderation im Zwischenprogramm, dann wieder war sie so lang, daß man erst am frühen Morgen nach Hause kam (ein Intermezzo mit einem Elvis-Imitator ist mir da noch in Erinnerung geblieben). Mit Wahid und Mo als regelmäßigen "Zampanos" auf der Bühne kam dann wieder etwas Konstanz ins Programm - doch die goldenen Zeiten konnten auch sie nicht wieder zurückbringen.

Die Sneak im Web

Die nächsten Veränderungen kamen dann nicht von der UFA oder vom Kino, sondern von einem Fan und langjährigen Besucher der Sneak: Niels Gabriel stellte Ende Januar 2000 eine kleine Website ins Netz, die zunächst wenig mehr bot als einen Hinweis auf die jeweils letzten Sneakfilme bot - der City Sneak Ticker, Urahn von mySneak.de, ward geboren. Zunächst noch als Unterseite bei Tripod und Moviecity angesiedelt, bald dann auch unter der wesentlich besser merkbaren URL www.citysneak.de zu finden, gab es hier neben Informationen zur Sneak (Was wurde geworfen? Welche Trailer liefen? Welche Musik wurde im Foyer gespielt?) auch schnell die Möglichkeit, mit anderen Sneakern sowie indirekt mit dem Kino in Kontakt zu treten.

Erste Folgen dieser Möglichkeiten zeigten sich schnell, so wurde die Trailershow fortan alle paar Wochen mit Wünschen von citysneak.de-Besuchern neu bestückt. Im Mai 2000 kam das Tipspiel dazu, bei dem man seitdem über das Web versuchen kann, den Film der Woche bereits voher zu erraten. Den Gewinnern winkten damals zwei Freikarten, dazu wurde am Ende des Jahres erstmals ein Tipkönig gekürt, der über das Jahr die meisten richtigen Tips abgegeben hatte. In dieser Zeit begann auch meine Beteiligung an der Website, zunächst als Zulieferer eines Berichts über die Trailershow mit Anmerkungen zur Originalität. Dank Nennung in der Sneak (sowie im Programflyer des City) erfreute sich der City Sneak Ticker schnell - für damalige Verhältnisse - recht ordentlichen Zuspruches, mit etwa 50 Besuchern pro Woche erreichte man zumindest etwa ein Achtel des Sneakpublikums.

Goodbye, City...

2001 sollte dann zum Jahr der großen Änderungen werden; schon seit einigen Monaten gab es Gerüchte, daß das City bald geschlossen werden sollte. Man hörte von Schwierigkeiten der UFA, zuvor waren schon das Savoy und das Neue Cinema am Steindamm geschlossen worden, was das City zum einzigen verbliebenen Lichtspielhaus in diesem Problemquartier machte. Am 14. März in der Sneak #332 machte Theaterleiter Robert Ehlert dann die Ankündigung: das City schließt im Juli! Zum Glück wurde die schlechte Nachricht von einer guten etwas aufgefangen: das Programm der Originalfassungen, und auch die Sneak Preview, sollten nach der Schließung ins Grindel-Kino weiterwandern. Da das Grindel Mittwochsabends allerdings nach wie vor die Mutter der City-Sneak zeigte, mußte die OF-Sneak auf einen neuen Termin wandern. Die UFA nutzte die Gelegenheit und verlegte beide Sneaks zugleich um zwei Stunden nach vorne von der Nacht in den Abend. Bereits die letzten drei Monate der City-Sneak fanden nicht mehr mittwochs um 23 Uhr, sondern dienstags um 21 Uhr statt - was für ein paar Wochen zu einem Zuschauereinbruch führte, doch bereits Anfang Juli war der Saal 1 des City wieder voll, und er blieb es auch bis zum 31.7., als sich das Personal des City-Kino mit Tränen und Wehmut in der allerletzten Veranstaltung des Kinos von den Sneakern verabschiedete. In der 352. und letzten Citysneak lief "A Knight's Tale", einer von vielen Filmen, der erst durch das besondere Flair einer Veranstaltung unter Kinoenthusiasten - die mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg halten - so richtig unterhaltsam wurde.

Alles neu macht der August

Eine Woche später trafen sich die Fans der Sneak dann erstmals um neuen Ort - und zu Anfang war nicht nur der neue Spielort ungewohnt. So wirkte der Saal 1 des Grindel, der gut 50% mehr Zuschauer faßte, zunächst fast einsam, denn nur etwa 300 Leute hatten den Wechsel sofort mitgemacht. Dies legte sich zum Glück sehr bald; schon nach einem Monat war die Sneak nahezu ausgebucht. Trotzdem gab es weitere Irritationen, die vor allem aus anderen Gepflogenheiten resultierten; so ging das Licht zu früh nach dem Film an, im Vorprogramm blieb in den hintersten Reihen der Sternenhimmel, eine Art dekorativer Notbeleichtung eingeschaltet, es gab wenig bis gar keine Preview-Trailer (das Kino wurde von den Verleihern nicht korrekt beliefert) und am Schlimmsten von allen: der Jackie-Chan-Schnipsel für das Ende der Trailershow war beim Umzug verschwunden!

Zudem gab es zunächst keine Freikarten für die Tipspiel-Gewinner, und auch die Raubtierfütterung fiel mehrmals dürftig (oder ganz) aus. Auch die Trailershow blieb das ganze Jahr 2001 über ein Problemfall - so ging nach der Wiederbeschaffung des "Ist alles klar?" der Mancini-Trailer kaputt, hauptsächlich nervte aber die ständige Wiederholung von schon x-mal gezeigten Trailern, das konzeptlos Aneinanderreihen von beliebigen Trailern und die stark schwankende Länge dieses Vorprogramms, das zwischen 12 und 30 Minuten vereinnahmte. Sehr beliebt waren hingegen die "Do not translate"-T-Shirts, die aus der Werbung für das neue OF-Programm des Grindel stammten und gelegentlich in der Sneak verlost wurden.

Auch auf der Website gab es Veränderungen, nicht nur änderte sich die Adresse von citysneak.de (logischerweise) auf grindelsneak.de (wobei die alte Adresse noch lange Zeit weiter funktionierte), die Seite wanderte auch von einem Gratis-Provider (der im Oktober seinen Dienst einstellte) auf einen dedizierten Rechner. Dies brachte nun zusätzliche Möglichkeiten, so wurde ein 'richtiges' Webforum installiert und das Tipspiel, das bisher über Gästebucheinträge abgewickelt wurde, automatisiert. Ob es an den Änderungen lag, läßt sich schwerlich feststellen, doch die Zahl der Besucher von grindelsneak.de verdreifachte sich im Laufe des Jahres. Gesunken war hingegen der Preis für die Kinokarten - von 13,- bzw. 11,- DM im City auf 10,- DM im Grindel, woraus dann mit der Währungumstellung Anfang 2002 5,- € wurden. Allen Preissteigerungen zum Trotz gilt dieser Preis auch anno 2009 immer noch!

Große Turbulenzen

Mit dem Umzug ins Grindel, vor allem aber durch die Vorverlegung auf 21 Uhr, zog die Sneak ein immer größeres Publikum an, was nicht ohne Probleme blieb. So war die Sneak Anfang 2002 oft schon kurz nach Kassenöffnung, später dann sogar meistens ein oder zwei Tage vorher ausverkauft. Leider blieben trotzdem immer wieder Plätze frei - der Grund dafür war ein wachsender Trend zur exzessiven Vorbestellung von Karten. Oft wurden gleich sechs, acht oder zehn Plätze reserviert, dann aber letztendlich nur die Hälfte davon - oder noch weniger - abgeholt. Auch Aufrufe konnten daran nichts ändern, so daß das Grindel Ende 2002 die Notbremse zog und Sneakkarten nur noch zum (Vor-)Kauf, aber nicht mehr zur Reservierung anbot. Wer sich wundert, warum die Sneakkarten nicht reserviert werden können, kann sich also bei den Vorbestellfetischisten der Jahre 2001/2002 bedanken.

Das Sneakpublikum hatte sich jedoch nicht nur vergrößert, sondern auch in der Zusammensetzung verändert. Einige Presseberichte aus der Umzugszeit hatten jüngere Leute in die Sneak gebracht, die sehr schnell die dynamischen, extrovertierten Manieren der Altsneaker verinnlichten. Dazu gehörten zu dieser Zeit längst nicht mehr bloß das Aufspringen und Mitschreien bei der Trailershow, sondern auch emotionale zur Handlung passende Kommentare zum Hauptfilm wie "Oh!" und "Ah!" und natürlich das aufmunternde Klatschen vor einer Kußszene. Leider wurde diese "Sneak-Atmosphäre" von einigen Neulingen mitverstanden, die den Film fortan als Nebensache auffaßten und nahezu unabhängig von der Handlung, gerne aber an ruhigeren Stellen, ihr eigenes Partyprogramm aus laut gerufenen dummen Sprüchen, hysterischem Geklatsche an den unmöglichsten Stellen, und sogar lauten Gesprächen mit den Sitznachbarn veranstalteten.

Fast zwei Jahre lang kam es immer wieder zu Kollisionen zwischen der "Partyfraktion" und den "Filmfetischisten", bis dann das ruhige 9/11-Kammerspiel "The Guys" fast völlig niederquasselt wurde. Dies nötigte das Grindel-Personal zu der klaren Ansage, daß Äußerungen während des Films im Rahmen zu bleiben haben und insbesondere den interessierten Besuchern nicht das Ansehen und -hören des Hauptfilms umöglich machen dürfen. Es wurden sogar Rausschmisse von Störenfrieden angedroht, doch dazu mußte es dann nicht mehr kommen, denn weitere Exzesse dieser Art gab es nicht mehr.

Tell me why I should like mondays...

Der größte Streit dieser Sneak-Ära entzündete sich allerdings an einigen sehr unglücklich eingefädelten Maßnahmen des Kinos. Nach einer schlecht vorbereiteten Umfrage "Seid ihr mit dem Dienstag als Sneaktermin zufrieden?" wurde nur eine Woche später das Publikum vor vollendete Tatsachen gestellt: zum 1. April 2002 würde die Sneak auf Montag 21 Uhr verlegt werden! Wer in dieser Sneak (#383 vom 5. März 2002) dabei war, wird sie wohl kaum vergessen - denn die Tumulte wurden durch die Ankündigung, die Raubtierfütterung zukünftig nur noch alle zwei Wochen zu veranstalten, nur noch größer. Am meisten echauffierten sich die Sneaker aber über die kalte, gleichgültige Art, in der diese Ankündigungen dargebracht wurden - so als ob die zu dieser Zeit fast immer ausverkaufte Sneak keine Bedeutung für das Grindel gehabt hätte. Zur Krönung war der Film des Abends vom Verleiher dann auch noch in deutscher Sprache geliefert worden; dafür konnte das Grindel nichts, es verstärkte aber das Gefühl der Mißachtung bei den Sneakern noch weiter.

Während eine Woche lang die Gefühle hochkochten und einzelne Sneaker schon über die Organisation von Protestkundgebungen und Konkurrenzsneaks nachdachten, versuchte sich das Kino, offensichtlich ebenso erschrocken über die Heftigkeit des Protests, in Schadensbegrenzung. So wurde die Reduzierung der Raubtierfütterung zurückgenommen, und für die Verlegung der Sneak gab es auch gute Gründe. Während der Montag nämlich ein eher schwacher Kinotag ist, war der Dienstag Nice-Price-Day im Grindel, den die Sneaker nie ausnutzen konnten. Zudem konnte man den Saal 1 am Nice-Price-Dienstag natürlich auch ohne Sneak recht voll bekommen, am Montag würden die Sneaker zukünftig den Löwenanteil des Publikums ausmachen. Mit diesen Maßnahmen und Erläuterungen war das Publikum zwar nicht völlig versöhnt, aber zumindest soweit beruhigt, daß die folgenden letzten Dienstagsssneaks ohne weitere Tulmulte abliefen.

Heyka macht den Unterschied

Den besten Schachzug machte das Grindel dann aber mit der ersten Montagssneak: dem Publikum wurde die ehemalige City-Mitarbeiterin Heyka, die vielen alten Sneakvetranen noch bekannt war, als neue Präsentatorin auf der Bühme vorgestellt. Zum ersten Mal seit Malte und Eddie hatte die Sneak damit wieder ein richtiges Gesicht - zwar gab es auch zwischendurch immer wieder (wechselnde) Präsentatoren, doch Heyka brachte den Enthusiasmus von früher wieder zurück und präsentierte das Programm in charmanter, durchaus schlagfertiger, nie aber respektloser Art und brachte Kino und Publikum so wieder näher zusammen.

Daneben nahm sie sich auch der anderen Baustellen an, strukturierte das moderierte Zwischenprogramm neu durch und brachte frischen Wind in die Trailershow, die nun wieder regelmäßig versteckte Hinweise auf den Hauptfilm enthielt. Um für den oft ausverkauften Saal mehr Knabberkram besorgen zu können, erfand sie die Versteigerungen, bei denen von Zuschauern gespendete DVDs, Videos, Poster (und vieles andere) zugunsten der Chipskasse meistbietend an andere Sneakbesucher gehen; auch die namentliche Begrüßung der sogenannten Sneakvirgins (Erstbesucher der Sneak) und das Freikartengeschenk an Geburtstagskinder in der Sneak entstanden unter Ihrer Ägide. So führte Heyka souverän durch alles andere als ruhige Zeiten.

Pleitegeier im Anflug

Denn im Herbst 2002 mußten die UFA-Kinos - nach jahrelangem Hin und Her, währenddem u.a. auch ein Zusammengehen mit der Cinemaxx-Gruppe schonmal fast in trockenen Tüchern war - Insolvenz anmelden. Rückblickend betrachtet begann spätestens damit der Überlebenskampf auch des Grindel-Kinos, obwohl die Auswirkungen zunächst eher subtilerer Natur waren (so wurde nach und nach das Geld für den in Publikum geworfenen Knabberkram zusammgestrichen, seit Ende 2003 läuft vor der eigentlichen Trailershow ein normaler Werbeblock wie vor jeder anderen Vorstellung auch, und phasenweise schien auch die Filmauswahl zu leiden). 2003 übernahm die Cinestar-Gruppe zunächst alle UFA-Kinos, überhob sich an dem Brocken jedoch und wurde selbst übernommen. Im Herbst 2004 gab die derart reformierte Cinestar besonders defizitäre Filmtheater an die UFA zurück - darunter auch das Grindel.

Ch, Ch, Ch, Changes...

Da hatte die Sneak bereits ein neues Moderationsteam - denn nach 21 Monaten Sneak hieß es "Farewell, Heyka". Der "Day Job" der in den zwei Jahren zur Grande Dame der Sneak avancierten Zeremonienmeisterin verschlug sie zunächst nach Frankfurt, dann über den Atlantik in die USA. So begann das Jahr 2004 eher melancholisch, und nicht wenige Besucher fragten sich, ob es mit der Sneak nun wieder bergab gehen würde.

Zum Glück war die Sorge unbegründet, denn man hatte sich diesmal wirklich Gedanken um die Nachfolge gemacht; die regelmäßige Sneakerin und Filmenthusiastin emma hatte sich bereit erklärt, die Moderation der Sneak zu übernehmen - übrigens ehrenamtlich, denn im Gegensatz zu früheren Moderatoren war emma nie Angestellte des Kinos. Ob sie auch zugestimmt hätte, wenn sie gewußt hätte, was auf die zukam?

Denn die neue Mistress of Ceremonies mußte nicht nur in große Fußstapfen treten, sie wurde auch gleich in wahrlich eiskaltes Wasser geworfen. So gab es im ersten halben Jahr defekte und verschwundene Mikrofone, vertauschte und in falscher Sprache angelieferte Filme, doppelt verkaufte Kinokarten, die komplette Streichung des Budgets für Knabberkram und noch so einiges mehr. Trotzdem brauchte emma nur ein paar Wochen, um ihren ganz persönlichen Stil - und den Draht zum Publikum - zu finden. Im Herbst stieß dann mit Simon ein "Native Speaker" aus dem Vereinten Königreich zu ihr auf die Bühne, später komplettierte Horrorfan Roughale (beide ebenfalls ehrenamtlich tätig) das neue Trio Infernale der Sneak, das bis heute (Stand: Anfang 2009) das Zwischenprogramm bestreitet und sich wunderbar ergänzt (wenn es manchmal etwas chaotisch wirkt, so ist das sicher beabsichtigt. :-)).

I think they're paranoid

Zu dieser Zeit war die Furcht der Filmverleiher vor Raubkopien im Internet auf dem Höhepunkt und schlug auch auf die Sneak durch. Dies machte sich zunächst z.B. durch Warnhinweise vor dem Film, daß Raubkopieren strafbar ist bemerkbar, doch dabei beließen es die Majors leider nicht. Mehrmals gab es Sneaks, bei denen vorher akribisch Taschen und Mäntel kontrolliert wurden und das Mitbringen von jeglichen zur Aufzeichnung von Bild oder Ton geeigneten Geräten (also auch Mobiltelefonen) untersagt wurde. Einmal wurden die Zuschauer im Saal sogar mit Nachtsichtgeräten überwacht, damit auch ja niemand den Film aufnahm. Auch mit einem halben Jahrzehnt Abstand erscheinen mir diese Maßnahmen immer noch völlig irrsinnig; wer einmal die OV-Sneak besucht hatte wußte, daß man in dieser niemals eine vernünftige Tonaufnahme anfertigen konnte - zu laut sind die Reaktionen des Publikums. Außerdem interessierte in deutschen Kinos ohnehin eher der deutsche Snychronton - denn der Film in OF existierte zum Zeitpunkt der Sneak fast immer schon in irgendeiner Tauschbörse auch der Welt, oft sogar in besserer Qualität als in der Sneak überhaupt erreichbar.

Am Schlimmsten für die Sneak waren jedoch nicht diese Sendboten des Verfolgungswahns, sondern die Filme, die die Verleiher gar nicht erst mehr für Sneak Previews freigaben. Mehrere Jahre lang blieben einige Verleiher der Sneak gleich ganz fern, andere nutzten sie nur noch als Präsentationsfläche für kleinere Filme. Die Sneak verlor so für manche Besucher an Flair, auch wenn die Atmosphäre immer noch einzigartig war.

Umbau und Wechselspiele

In seinem Bestreben, seine Nische in der Hamburger Filmlandschaft (wieder) zu finden, änderte das Grindel in diesen Jahren mehrmals die Ausrichtung seines Programms. War das Kino durch die Übernahme des City- Programms zu einem Kino mit gemischtem Programm aus deutschen und englischen Filmfassungen, wechselte man im Frühjahr 2005 zu reinen (außer am Nachmittag) Originalfassungen. Im Sommer 2006 wurde dann sogar die Bestuhlung im Saal 1 komplett ausgetauscht (die Sitze stammten aus dem zwischenzeitlich geschlossenen UFA-Palast am Gänsemarkt, der nach der WM2006 abgerissen und durch ein (Anfang 2009 immer noch recht leeres) Büro- und Geschäftsgebäude ersetzt wurde).

Doch abseits der Sneak blieben die Kinosäle wohl zu leer (von mancher Seite wurde auch unzureichende Vermaktung der Originalfassungen angeführt), und nach dem Filmfest Hamburg 2006 enthielt das Programm des Grindel plötzlich keine OV-Neustarts mehr. Für einige Wochen war die Verwirrung groß, zumal das Kino keine offiziellen Informationen zu ihrem Programmwechsel veröffentlichte - dann schließlich wurde bekanntgegeben, "große" Starts weiterhin in Originalfassung zu zeigen. Nach etwa vier Monaten bestand dann das Programm wieder im Wesentlichen aus der gleichen Mischung wie 2001; doch das Durcheinander zeigte, daß die etwas ruhigeren Zeiten mit dem Ende des Jahres 2006 definitiv zu Ende gingen.

Rettet das Grindel!

Denn auch Anfang 2007 war der Betreiber des Grindel-Kinos immer noch insolvent; durch den Abriß des UFA-Palastes und die Übernahme des Streits durch Cinestar war das Grindel das letzte UFA-Kino in Hamburg. Zudem hatte die UFA einen Teil des Gebäudes verkauft; die hintere Hälfte wurde dann Ende 2007 zwangsversteigert und ging an die gleichen Investoren, die zwischenzeitlich bereits Pläne veröffentlicht hatten, anstelle des Kinos Eigentumswohnungen und Büroflächen zu errichten. Zwar betonte man immer den Kinobetrieb fortführen zu wollen, wenn das denn machbar wäre - doch die Zuschauerzahlen, die das Kino dafür erreichen sollte, wurden mit jedem Bericht und jeder kolportierten Zahl höher und lagen bald in Bereichen, die das Grindel in so kurzer Zeit beim besten Willen nicht erreichen konnte. Trotzdem verzeichnete das Grindel im Jahr 2007 entgegen des Trends ein deutliches Zuschauerplus, außerdem gewann auch die nie wirklich leere Sneak erneut an Zuspruch und war über weite Strecken des Jahres ausverkauft.

Diese Sneaker und auch die anderen Fans des Grindel wollten das Ende ihres Kinos nicht ohne Kampf hinnehmen - so wurden insgesamt über 13000 Unterschriften den Erhalt des Grindel gesammelt. Desweiteren wurde von Sneakern der Verein "Pro Grindel e.V." gegründet, der monatelang Protestaktionen koordinierte, in Dialog mit Investoren, Politikern, dem Kinopersonal und der Presse blieb und in der oft verworrenen Lage versuchte, den jeweils aktuellen Stand der Dinge so bekannt wie möglich zu machen. Dabei war von vornherein klar, daß es ein schwieriger Kampf werden würde - denn seit 2001 waren die Besucherzahlen in deutschen Kinos um fast 30% zurückgegangen, und Eigentumswohnungen verheißen natürlich schnelleren und größeren Profit als ein Lichtspielhaus.

Saved by the Bell (of the Streits)

So ging es mit großer Ungewissheit ins Jahr 2008, das 15. Kalenderjahr der OV-Sneak in Hamburg - würde es das letzte Jahr werden? Früh im Jahr ließ Theaterleiter Roman Colm ominös durchblicken, daß es recht gut für das Grindel aussähe - dies wurde sogar in der Sneak bekanntgegeben, ohne auf Details einzugehen. Im Hintergrund fanden zu dieser Zeit offenbar Verhandlungen mit dem Cinecittà-Macher Wolfram Weber über eine Fortsetzung des Spielbetriebs statt, evtl. nach kurzzeitiger Schließung zwecks Komplettrenovierung des Kinos (im Sommer sollte Herr Weber mit der gleichen Idee nochmals um Mitstreiter werben, aber keinen Erfolg haben). Doch diese Verhandlungen führten schließlich nicht zum Erfolg, und so wurde Ende Februar die Schließung des Grindel-Kinos für Ende März bekanntgegeben.

Doch das Sneakteam (also die Moderatoren emma, Simon und Roughale, sowie die Website-Macher Niels und meine Wenigkeit) hatte zumindest für die Sneak ein Licht am Ende des Tunnels zu bieten - dank des Streits-Filmtheaters am Jungfernstieg, daß kurz zuvor Kontak mit uns aufgenommen hatte, um (natürlich nur für den Fall der tatsächlichen Schließung des Grindels!) die lückenlose Fortführung der OV-Sneak anzubieten. So konnten emma & Co. am 3. März unter tosendem Applaus bekanntgeben, daß die OV-Sneak weiter bestehen würde; es folgen für das oben genannte Quintett - und eine ganze Reihe weiterer Freiwilliger - die wohl stressigsten Sneakwochen überhaupt, denn in nur 21 Tagen mußten die Umzugsmodalitäten besprochen, die Vorbereitungen für neue Abokarten getroffen, die Website überarbeitet und vor allem das große Trailerarchiv des Grindel für die Sneak gesichert werden. Dank Jörg Baudach von der Cinestar-Filmdisposition, der die Verleiher von der Wichtigkeit dieses Kleinods überzeugte, und dank diverser Freiwilliger, die das Vorhaben mit Muskelkraft, Logistik und eigener Freizeit unterstützten, konnte praktisch das gesamte Archiv mit etwa 1000 Trailern - fast alle in englischer Originalfassung - für die Trailershows erhalten werden.

Finale und Premiere furioso

Zunächst jedoch galt es Abschied zu nehmen. Am Ostermontag war der Saal 1 im Grindel ein letztes Mal ausverkauft, und nach der Trailershow gab es so einige Tränen auf der Bühne, als Niels und ich erst die Moderatoren und diese dann die Mitarbeiter des Grindel auf die Bühne baten und alle nochmal ausgiebig feierten. Zu der Atmosphäre eines wehmütigen, doch trotzigen Abschieds vom Grindel paßte dann auch der letzte Grindel-Sneakfilm "Be Kind Rewind" (Sneak #692), dessen Kampf gegen die Windmühlen der Filmindustrie durchaus so einige Parallelen zu dem aufwies, was die Grindelaktivisten in den abgelaufenen Monaten durchgemacht hatten.

Eine Woche später ging es dann gut drei Kilometer weiter stadteinwärts direkt an die Binnenalster, wo seit einem halben Jahrhundert das Steits Filmtheater angesiedelt ist - ein klassisches Ein-Saal-Kino mit Bar im Foyer, einer Loge und dem oben bereits erwähnten Gong, der die Kinovorstellungen ankündigt. Die bange Frage, ob viele Sneaker den Umzug mitmachen würden, löste sich schon in einiger Entfernung des Streits in Luft auf - denn weithin sichtbar war die Menschenmenge, die den Fußweg am Jungfernstieg blockierte. Tatsächlich war das Kino ausverkauft, ein erfreulicher Umstand, der sich bei den meisten Sneaks 2008 wiederholen sollte. Die Stimmung war im Saal schon vor Beginn sehr optimistisch, und ein erster Applaus brandete auf, als um kurz vor Neun die bekannte Mancini-Fanfare die erste jungfernSneak (eine Wortschöpfung Roughales, die schnell recht beliebt wurde) einläutete. Auch emma, Simon und Roughale würden nach der Trailershow stürmisch begrüßt, es zeigte sich schnell, daß das Flair der Sneak trotz der etwas kleineren Leinwand und 130 Plätzen weniger erhalten werden konnte.

Great Expectations

So verlief das Jahr 2008 in der Sneak insgesamt wesentlich positiver, als man es sich zum Jahreswechsel in den kühnsten Träumen vorgestellt hatte. Dazu trug auch die bessere Filmauswahl bei, denn bei den Verleihern hatte sich auch durch den Umzug die OV-Sneak als beliebteste Sneakpreview in Norddeutschland herumgesprochen, und die Raubkopieparanoia der vergangenen Jahre hatte sich etwas beruhigt. So konnte man nun viele "große Fische" an Land ziehen, 2008 hatte die Sneak so viele Blockbuster wie seit mehr als einem halben Jahrzehnt nicht mehr. Daß die nicht immer auch gute Filme waren ("Narnia" und "Mummy 3" seien hier nichtlobend erwähnt), machte nichts, denn das Programm blieb weiter vielseitig und bot mit Filmen wie "In Bruges" oder "You Kill Me" auch positive Überraschungen kleinerer Natur.

Das Glück des Liebhabers von Originalfassungen wurde dann komplettiert, als das Streits anläßlich von "Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull" ankündigte, ab sofort auch im "normalen" Programm hauptsächlich OVs zu spielen - das Streits wurde so zum Programmkino für englischsprachige Filme im Original und fährt damit nach eigener Aussage sehr gut. Somit scheint zum ersten Mal seit Jahren wieder die Sonne für Liebhaber von Originalfassungen und Sneakfans in Hamburg - ich hoffe, daß das noch lange so bleiben wird und ich dieser Historie auch in Zukunft noch viele positive Kapitel hinzufügen kann.

geschrieben von Kasi Mir; letzte Aktualisierung am 29.01.2009.
Mit Dank an Malte Möhl und Malte Schmidt für zusätzliche Informationen aus der Frühzeit Sneak, die hier eingeflossen sind.

©2000-2017 mySneak.de-Team. Alle Rechte vorbehalten.