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 Betreff des Beitrags: #1170 Trespass Against Us
BeitragVerfasst: 2017-06-19 23:08 
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Nein, "Trespass Against US" ist nicht von John Michael McDonagh. ("The Guard" und "Calvary") und auch nicht von seinem Bruder Martin McDonagh ("Seven Psychopaths", "In Bruges") - die Gangsterballade ist tatsÀchlich so etwas wie ein Erstling,
denn Autor Alastair Siddons hat bisher hauptsĂ€chlich an Dokumentationen gearbeitet, und Regisseur Adam Smith fĂŒrs Fernsehen gearbeitet. "Trespass" vereint dabei nach "Assassin's Creed" erneut Brendan Gleeson und Michael Fassbender in einer Vater-Sohn-Beziehung - allerdings gĂ€nzlich anderer Art, wie man im Trailer erkennen kann:



Wie hat Euch der im westenglischen Gloustershire angesiedelte Film ĂŒber eine Sippe von Kriminellen gefallen? Wie gefielen Euch die Schauspieler, allen voran natĂŒrlich Brendan Gleeson (in seinem neunten Sneak-Auftritt in 20 Jahren) und Michael Fassbender, der es seit 2011(!) nun auf zehn Sneakfilme gebracht hat? Schreibt Eure Gedanken zu "Trespass Against Us" einfach als Antwort auf diesen Beitrag ins Forum - und seid nett zu Hunden ...

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 Betreff des Beitrags: Re: #1170 Trespass Against Us
BeitragVerfasst: 2017-06-20 8:37 
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Hmmmmmm...

Eigentlich mĂŒsstze das oben geschriebene reichen, denn besser kann ich es nicht ausdrĂŒcken und verstehen kann man es genauso wenig, wie ich den Film verstanden habe. Hat er mehr ĂŒber die HintergrĂŒnde ĂŒber die anarchistischen Aussteiger in den Dialogen erzĂ€hlt, dann muss ich Irisch (soweit das ĂŒberhaupt Irisch war, wie die in Gloucestershire reden, ist mir nicht bekannt, aber auf der von Europa wegtreibenden Insel gibt es so viele unverstĂ€ndliche Varianten, da kann man den Überblick verlieren ;)) auf meine Liste der unbekannten Sprachen packen :lol: Hat man einfach viel Vorwissen verlangt, oder erwarte ich zuviel Inhalt? Nee, fĂŒr mich war das nichts, auch wenn es mal wieder einer von Fassbenders besseren Schauspielleistungen war, Gleeson war auch gut, aber das reicht mir nur fĂŒr eine 4.

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 Betreff des Beitrags: Re: #1170 Trespass Against Us
BeitragVerfasst: 2017-06-20 9:06 
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Roughale hat geschrieben:
[...] dann muss ich Irisch (soweit das ĂŒberhaupt Irisch war [..]

Nein, das sollte West Country English sein, was halt in der Gegend gesprochen wird, wobei die Wohnwagengruppe absichtlich mit besonders starkem Akzent spechen sollte, da der Regisseur damit grĂ¶ĂŸere AuthentizitĂ€t erreichen wollte. Wie gut Gleeson, Fassbender & Co. das hinbekommen haben, vermag ich allerdings nicht zu beurteilen - ich bin kein Dialekt-Experte. 8-)

Gruß
Kasi Mir

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 Betreff des Beitrags: Re: #1170 Trespass Against Us
BeitragVerfasst: 2017-06-20 9:32 
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Roughale hat geschrieben:
(soweit das ĂŒberhaupt Irisch war, wie die in Gloucestershire reden, ist mir nicht bekannt

"Als Pavee, englisch auch Tinker, Gypsie, Itinerant oder Irish Traveller sowie irisch Lucht SiĂșil genannt, wird ein Mitglied der gleichnamigen und als fahrend beschriebenen soziokulturellen Gruppe irischen Ursprungs beschrieben"
bzw.
"Die Traveller haben eine eigene Sprache, das Shelta (vermutlich aus der irischen Sprache siĂșlta – auf Wanderschaft), auch Gammon oder Cant genannt. [...] Es handelt sich um eine Mischsprache, die Elemente irisch-gĂ€lischen und englischen Ursprungs sowie Merkmale weiterer Sprachen, vor allem des Romani, aufweist. " (Wikipedia)


Ich fand es gar nicht so wichtig jedes Wort zu verstehen und das was man verstanden hat reichte imho um den Film zu verstehen. Den ich sehr genossen habe - aber ich bin auch an der Thematik interessiert seit ich vor Ur-pre-Internet Zeiten völlig fasziniert beim Zappen auf The Raggedy Rawney gestoßen bin, den Anfang mit WWII verpasst hatte und dachte, der Film wĂŒrde in einer Fantasiewelt spielen. Weil, von diesem fahrenden Volk abseits der Sinti-Roma hatte ich bis dahin nie was gehört. Auch nicht, dass es sowas in Deutschland gibt einschließlich der eigenen Sprache. Bei Interesse einfach mal Rotwelsch bzw. Kauderwelsch nachschlagen.

Das hat aber alles nix mit der QualitĂ€t des Filmes zu tun. Jetzt nicht der Hammerfilm, aber ich mochte ihn. Und wie Kasi Mir schon sagte, keine Ahnung wie gut oder authentisch Gleeson & Fassbender & Co. das jetzt hinbekommen haben oder ĂŒberhaupt hinbekommen sollten.

Zum Abschluss noch ein kleiner Artikel aus dem Bonner General Anzeiger, auf den ich bei der Suche nach Links fĂŒr die Antwort auf Rafael gestoßen bin:

Bild

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Die L. emma
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 Betreff des Beitrags: Re: #1170 Trespass Against Us
BeitragVerfasst: 2017-06-20 9:35 
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Ich bin mit einem GefĂŒhl aus dem Film gegangen, dass etwas gefehlt hat.
Aber mit einer Nacht schlaf finde ich den Film gar nicht so schlecht.

In der Story geht es um die Überschreitung von Grenzen in allen Richtungen, bei allen Charakteren.
Und es ist nicht eine abgeschlossene Geschichte, die irgendwelche Erwartungen erfĂŒllt.

-> 2

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 Betreff des Beitrags: Re: #1170 Trespass Against Us
BeitragVerfasst: 2017-06-21 9:03 
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Danke Emma und Kasi, dass erleuchtet etwas den Background und da ich an Irisch gedacht habe, denke ich, dass die beiden das ganz gut gemacht haben, OK, bei Gleeson lag das ja auch etwas nah ;) Witzigerweise hatte ich mal ĂŒber diese Traveller vor einiger Zeit einen Bericht gesehen, der an den Artikel im Bonner General Anzeiger erinnerte, weil es um Kravalle bei uns ging, die auf diese Gruppe zurĂŒckgefĂŒrhrt wurde. Ich weiss jetzt nicht, ob ich das dem Film negativ ankreiden soll, dass ich beim Ansehen den Zusammenhang nicht erkannt habe... Ich bleibe dabei, dass dem Film ein gewisses erklĂ€rendes Element gefehlt hat, das man wahrscheinlich bekommt wenn man sich den gezielt ansieht, somit stellt er sich im nachhinein als schwer sneaktauglich dar, was man natĂŒrlich nicht vorher wissen kann und hier wĂ€ren UT mal hilfreich gewesen (dass ich das mal sage! :mrgreen: )...

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 Betreff des Beitrags: Re: #1170 Trespass Against Us
BeitragVerfasst: 2017-06-21 11:24 
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Hier ist noch eine Referenz zu der ErlĂ€uterung des Regisseurs, warum er die Akteure mit sehr starkem "West Country"-Akzent (bei Faßbender & Co. dann noch garniert mit "Traveler"-Slang) sprechen ließ. Er ist offenbar der Ansicht, daß man den Film selbst dann "verstehen" kann, wenn man nicht alles entschlĂŒsseln kann, was die Charaktere so sagen - er hat sich jedenfalls bewußt fĂŒr diese Inszenierung entschieden.

Ich persönlich kann das nachvollziehen - natĂŒrlich habe ich nicht jeden einzelnen Begriff verstanden, aber der Kern dieses Familiendramas mit einer extrem dominanten Vaterfigur, der die Kontrolle ĂŒber seine Sippe und deren Lebensentwurf behalten will, und dem Sohn, der fast tragisch darum kĂ€mpft, sich zu emanzipieren, ohne alles ĂŒber Bord zu werfen, war IMHO auch so verstĂ€ndlich.

Gruß
Kasi Mir

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 Betreff des Beitrags: Re: #1170 Trespass Against Us
BeitragVerfasst: 2017-06-21 11:52 
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Roughale hat geschrieben:
OK, bei Gleeson lag das ja auch etwas nah ;)
Bei Fassbender nicht...?

Roughale hat geschrieben:
Witzigerweise hatte ich mal ĂŒber diese Traveller vor einiger Zeit einen Bericht gesehen, [...] Ich weiss jetzt nicht, ob ich das dem Film negativ ankreiden soll, dass ich beim Ansehen den Zusammenhang nicht erkannt habe...
Öhm... Menschen, die in England in Wohnwagen leben...?

Roughale hat geschrieben:
hier wÀren UT mal hilfreich gewesen (dass ich das mal sage! :mrgreen: )...
Weshalb der Film in den USA auch nicht sehr erfolgreich war :lol: Aber wie ich oben geschrieben habe, ich fand das gar nicht so wichtig, alles zu verstehen, der Zusammenhang zwischen den Figuren erschloss sich imho aus dem Spiel.

Aber dass dem Film damit ein erklĂ€rendes Element ĂŒber diese Gruppe gefehlt hat, da ist vielleicht wirklich was dran. Vielleicht ist die Zielgruppe tatsĂ€chlich nur in GB angesiedelt = Fernsehfilm? Nur, wie will man das in den Film packen ohne ein doofer ErklĂ€r-BĂ€r zu werden? Und ist es wirklich wichtig das ĂŒberhaupt zu wissen oder ist das nur interessant fĂŒr Spinner wie mich? Ging es nicht eigentlich um etwas ganz anderes? Ich finde, das hat Macoa schön ausgedrĂŒckt:
Macao hat geschrieben:
In der Story geht es um die Überschreitung von Grenzen in allen Richtungen, bei allen Charakteren.

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Die L. emma
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 Betreff des Beitrags: Re: #1170 Trespass Against Us
BeitragVerfasst: 2017-06-21 12:39 
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Kasi Mir hat geschrieben:
natĂŒrlich habe ich nicht jeden einzelnen Begriff verstanden, aber der Kern dieses Familiendramas [...] war IMHO auch so verstĂ€ndlich.

Oder was der Kasi Mir sagt ;-)
Beispiel: ich habe vor kurzem endlich Lunchbox (= indischer Film mit vereinzelten Brocken Englisch) gesehen. Bin trotz fehlender UT tapfer sitzen geblieben und war am Ende begeistert! Ich habe bestimmt ganz viele tolle geistreiche Dialoge verpasst, aber ich habe sie auch nicht vermisst.

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Die L. emma
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 Betreff des Beitrags: Re: #1170 Trespass Against Us
BeitragVerfasst: 2017-06-22 8:57 
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Ich glaube die Sprachbarriere zwischen mir und Emma ist viel grösser :lol:

Aber weil das Forum oft so staubig ist, gehe ich nochmal darauf ein ;-)

emma hat geschrieben:
Bei Fassbender nicht...?


Nein, der spricht ja sonst eher Deutsch ;-)

emma hat geschrieben:
Öhm... Menschen, die in England in Wohnwagen leben...?


Ein nicht gerade spannendes Thema um eine Film damit zu fĂŒhren, ich meinte eher die HintergrĂŒnde, dazu gehört auch warum sie so anarchisch agieren - mir sind zwar solch Lebensformen aus England bekannt, aber auch das hat mir nicht gerreicht, um einen gut nachvollziehbaren Film zu machen, ein paar SĂ€tze als Einblendung zu Beginn hĂ€tte da gut gepasst und ich denke nicht, dass der Film dadurch an Wirkung verloren hĂ€tte, muss ja nicht "based on true events " sein :mrgreen:

emma hat geschrieben:
Weshalb der Film in den USA auch nicht sehr erfolgreich war :lol: Aber wie ich oben geschrieben habe, ich fand das gar nicht so wichtig, alles zu verstehen, der Zusammenhang zwischen den Figuren erschloss sich imho aus dem Spiel.

Aber dass dem Film damit ein erklĂ€rendes Element ĂŒber diese Gruppe gefehlt hat, da ist vielleicht wirklich was dran. Vielleicht ist die Zielgruppe tatsĂ€chlich nur in GB angesiedelt = Fernsehfilm? Nur, wie will man das in den Film packen ohne ein doofer ErklĂ€r-BĂ€r zu werden? Und ist es wirklich wichtig das ĂŒberhaupt zu wissen oder ist das nur interessant fĂŒr Spinner wie mich? Ging es nicht eigentlich um etwas ganz anderes? Ich finde, das hat Macoa schön ausgedrĂŒckt:
Macao hat geschrieben:
In der Story geht es um die Überschreitung von Grenzen in allen Richtungen, bei allen Charakteren.


Ja, der ErklĂ€rbĂ€r ist immer ein gewisses Risiko und eventuell bin ich einfach auch zu neugierig fĂŒr solch wahrscheinlich absichtlich offengelassene Geschichten. Witzigerweise habe ich mal einen Freund des damaligen UK Subs Bassisten Flea (nicht der gleiche, wie der von den Chilli Peppers!) kennengelernt, der auch so einen Ă€hnlichen Lebensstil lebte, allerdings im SĂŒden von London, wenn ich mich recht erinnere, was er erzĂ€hlte fand ich immer sehr spannend und durchlöcherte ihn mit immer mehr Fragen, bis er mal sagte "best this is if you come over for a while and live with us" - hab ich nie gemacht, aber das hĂ€tte eventuell beim VerstĂ€ndnis des Films geholfen... Leider habe ich lange nichts mehr von ihm gehört, aber die 2 Wochen seines Berlinbesuches haben viele Erinnerungen und "Spuren" hinterlassen - classic bloke!

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